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1900 – heute

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden die Studierendenzahlen aufrecht erhalten, alle Studenten galten weiterhin als immatrikuliert. Über 700 der eingeschriebenen Studenten fanden im Ersten Weltkrieg den Tod. Während des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Studenten von 1700 auf 4884 im Jahr 1945, was auf die hohen Einschreibezahlen verletzter Kriegsheimkehrer zurückzuführen war. Schon zum Wintersemester 1945/1946 nahm die Uni ihren regulären Betrieb nach dem Krieg wieder auf. Damals unter britischer Besatzung, waren rund 4.300 Studierende eingeschrieben, 78 Prozent davon waren männlich. Über 98 Prozent hatten im Krieg gedient, rund 30 Prozent als Offiziere.

In den 1950er Jahren hatte die Universität erneut einen starken Anstieg ihrer Studentenzahlen zu verzeichnen. Im Jahr 1974 waren mehr als 30.000 Studenten eingeschrieben, Göttingen wurde mehr und mehr zur Massenuniversität. Zu dieser Zeit machte die Universität vor allem durch ihre politische Gesinnung auf sich aufmerksam, im Deutschen Herbst im Jahr 1977 galt sie sogar als eine Hochburg der autonomen antifaschistischen Linken. In den letzten Jahren haben diese als radikal links orientiert geltenden Gruppen allerdings deutlich an Einfluss verloren.

Seit 2001 hält sich die Zahl recht stabil bei etwa 24.000 Studenten. Zum 01. Januar 2003 wurde die Georg-August-Universität zu einer öffentlich-rechtlichen Stiftung umgewandelt.

Im Jahr 2011 übernahm die Biochemikerin Ulrike Beisiegel die Präsidentschaft. Nach der Times Higher Education belegt die Universität im World University Ranking 2011/2012 den 69. Platz. Damit ist sie die zweitbeste Universität in Deutschland.