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Tumorzentrum Göttingen will Hirntumor-Behandlung verbessern

(ukg) Gehirntumore treten seltener auf als andere Tumorarten. Sie sind aber wegen der Komplexität des betroffenen Organs und der oft schwerwiegenden neurologischen Störungen eine besondere Herausforderung für Patienten, Angehörige und behandelnde Ärzte. Zerebrale Gliome und Hypophysenadenome waren Thema eines Symposiums Ende letzten Jahres in Göttingen unter der Schirmherrschaft des Tumorzentrums Göttingen e.V.. Die neu berufenen Abteilungsdirektoren des Bereichs Humanmedizin Prof. Dr. Mathias Bähr (Abt. Neurologie), Prof. Dr. Michael Buchfelder (Abt. Neurochirurgie) und Prof. Dr. Wolfgang Brück (Abt. Neuropathologie) gaben zusammen mit dem Direktor der Abt. Strahlentherapie und Radioonkologie, Prof. Dr. Dr. Clemens F. Hess, einen Überblick über Therapiestandards und Perspektiven. Eine enge Kooperation zwischen Neurologen, Neurochirurgen und Strahlentherapeuten könnte die bisherige Versorgung verbessern. Ein Schwerpunkt des Tumorzentrums wird unter anderem sein, Fortbildungen für niedergelassene Ärzte anzubieten. Ziel ist hierbei, die langfristige Behandlung von Patienten mit Hirntumoren zu verbessern. Dazu gehört auch, zum Beispiel neurologische Krankheitszeichen zu erkennen. Eine enge Vernetzung von niedergelassenen Ärzten, Klinikärzten und Tumorzentrum kann die Versorgung insgesamt verbessern. Zur Ergänzung der bereits bestehenden Betreuung von Patienten mit Hirntumoren am Klinikum durch die Abteilungen für Neurochirurgie und Strahlentherapie wurde deshalb innerhalb der Neurologie eine spezielle Arbeitsgruppe "Neuroonkologie" eingerichtet.

Hypophysenadenome entstehen in der hormonproduzierenden Hirnanhangsdrüse und gelten als medikamentös und chirurgisch gut behandelbar. Das Symposium stellte Techniken, Möglichkeiten und Grenzen der "Schlüsselloch-Chirurgie" durch die Nase als operativen Zugangsweg vor sowie die Möglichkeiten der medikamentösen antihormonellen Therapie und die Techniken der Strahlentherapie. In der Diskussion der Beiträge zeigte sich, dass in komplizierten Fällen nur eine enge Zusammenarbeit der beteiligten Fachdisziplinen ein optimales Behandlungsergebnis ermöglicht.
Insgesamt sollte das Symposium Anstoß sein für eine breite Akzeptanz der neu entstehenden Strukturen innerhalb des Tumorzentrums, um eine weitere Verbesserung der Betreuung von Hirntumorpatienten im Raum Göttingen möglich zu machen.



Weitere Informationen:
Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin
Tumorzentrum Göttingen e.V.
Dr. Erwin Ratzke
Tel.: ++49 (0)551 / 39 - 9516


Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bereich Humanmedizin

31-Jan-2003