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Vom Dachboden ins Museum

(ukg) Mehrere historische Röntgen- und Ventilröhren aus den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts konnten bei Aufräumungsarbeiten in der ehemaligen „Abteilung Medizinische Physik und Biophysik“ im Käthe-Hamburger-Weg 4 gerettet werden. Gefunden hat die seltenen Objekte Norbert Siebold, Leiter des GB 53 – Medizintechnik des Bereichs Humanmedizin, auf dem Dachboden der ehemaligen Abteilung. Das Gebäude auf dem alten Klinikumsgelände gleich hinter der Krankenpflegeschule wird geräumt, weil die Immobilie im Zuge der Stiftungsentscheidungen an die Universität übergeben wird.
Siebold fand die zum Teil noch in Holzkisten originalverpackten Röhren unterschiedlichster Größe. „Diese wertvollen Unikate sind zu schade dafür, im Entsorgungscontainer zu landen“, sagt Siebold. Er informierte das Deutsche Röntgen-Museum in Remscheid. Ulrich Hennig, Direktor des Museums, griff gerne zu: „Wir sind froh und sehr dankbar, dass dafür gesorgt wurde, diese historisch bedeutsamen Dinge nicht zu entsorgen.“ Er kam persönlich nach Göttingen, um am Universitätsklinikum die alten Röntgen- und Ventilröhren für sein Museum abzuholen.
Die historischen Röhren wurden in Diagnostik und Therapie eingesetzt, „damals noch ohne weiteren Schutz für Patienten und Behandler“, berichtete Museumsdirektor Hennig bei der Übergabe. Die alten Röhren werden zunächst eingelagert und wissenschaftlich bestimmt. Danach sollen sie zu Demonstrationszwecken bei Veranstaltungen, Messen und in der Ausbildung eingesetzt werden.

Fotos von der Übergabe und der Röntgenröhren liegen in der Pressestelle vor.
Ansprechpartner:
Bereich Humanmedizin Deutsches Röntgen-Museum
GB 53 – Medizintechnik www.roentgen-museum.de
Norbert Siebold
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
Tel.: 0551/39 – 6886


Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bereich Humanmedizin

17-Sep-2003