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"Die subjektive Wahrnehmung des Schlafes"

(ukg) Die subjektive Wahrnehmung des Schlafes und das Empfinden der Erholsamkeit des Schlafes sind für das Befinden des Menschen von höchster Bedeutung. Bei allen Schlafstörungen ist die Tagesbefindlichkeit von der Erholsamkeit des Schlafes und der Schlafqualität abhängig. Objektive Messungen, wie zum Beispiel die Polysomnographie, geben über organische Ursachen von Schlafstörungen Auskunft und sind für bestimmte Störungen auch bei der Diagnostik unabdingbar. Die meisten Diagnosen von Schlafstörungen beruhen allerdings auf der subjektiven Schlafwahrnehmung.

Bei Schlafgestörten finden sich häufig erhebliche Unterschiede zwischen wahrgenommener Schlafmenge und -dauer und deren objektiver Erfassung. Bisher gibt es kein Verfahren mit dem die Befragung zur Erholsamkeit des Schlafes oder zur Schlafqualität durch objektive Messungen ersetzt werden kann. Auch Träume oder Trauminhalte können nur subjektiv wahrgenommen werden. Jedoch tragen objektive Messungen bei Schlafgestörten viel zum Verständnis der Schlafwahrnehmung bei. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass Veränderungen in der Feinstruktur des Schlafes mit der Schlafwahrnehmung in Zusammenhang stehen. In der Schlafmedizin ist es ein besonderes therapeutisches Vorgehen, die Schlafwahrnehmung zu üben. In der Erziehung muss von früher Kindheit an darauf geachtet werden, dass die Schlafwahrnehmung richtig und korrekt angenommen wird. Bisher wird in den meisten Familien gegenteilig agiert.

Ringvorlesung "Schlafmedizin"

"Die subjektive Wahrnehmung des Schlafes"

Prof. Dr. med. Eckart Rüther
Direktor Abt. Psychiatrie und Psychotherapie
Bereich Humanmedizin - Universität Göttingen

Dienstag, 20. April 2004 um 18:00 Uhr
Hörsaal der Universitätsklinik für Psychiatrie
von-Siebold-Str. 5 in 37075 Göttingen

Die Öffentliche Interdisziplinäre Ringvorlesung "Schlafmedizin" findet jeweils dienstags von 18 - 19 Uhr im Hörsaal von-Siebold-Str. 5 statt.



Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bereich Humanmedizin

15-Apr-2004