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Die Funktion der Atempumpe

(ukg) Das menschliche Atmungssystem besteht aus zwei Einheiten, der Lunge und der Atempumpe. Die beste und gesündeste Lunge kann nur dann funktionieren, wenn die Atempumpe Luft in die Lunge befördert. Die Atempumpe besteht aus dem Atemzentrum, den vom Atemzentrum abführenden Nerven und als Kernstück aus der Atemmuskulatur.

Die Atemmuskeln haben die gleichen Eigenschaften wie die anderen Skelettmuskeln, das heißt, sie können bei Überlastung ermüden und schließlich versagen. Eine ermüdete Atemmuskulatur besteht oft bei Patienten mit chronischer Bronchitis, mit Lungenemphysem, mit neuromuskulären Erkrankungen und bei Patienten mit Thoraxdeformität wie Wirbelsäulenverkrümmungen. Bei diesen Patienten kann die Atemmuskulatur nur unzureichend Luft in die Lungen pumpen, so dass ein Atemversagen droht.
Lebensrettend ist in dieser Situation die Übernahme der Muskelarbeit durch eine künstliche Atempumpe, also durch künstliche Beatmung. Hierbei beatmen sich Patienten über Nasenmasken selbst, etwa acht bis zehn Stunden pro Tag und führen diese Therapie zu Hause als Heimbeatmung durch.

Die Vorlesung richtet sich an Studierende der Humanmedizin, Psychologie und Sportmedizin und andere Interessierte. Der Referent Prof. Dr. Carl-Peter Criée ist Chefarzt der Abteilung Pneumologie im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende.

Ringvorlesung „Schlafmedizin“

„Die Funktion der Atempumpe“

Prof. Dr. med. Carl-Peter Criée
Leiter Abt. Pneumologie, Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende

Dienstag, 4. Mai 2004 um 18:00 Uhr
Hörsaal der Universitätsklinik für Psychiatrie
von-Siebold-Str. 5 in 37075 Göttingen

Die Öffentliche Interdisziplinäre Ringvorlesung „Schlafmedizin“ findet jeweils dienstags von 18 – 19 Uhr im Hörsaal von-Siebold-Str. 5 statt.


Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bereich Humanmedizin

29-Apr-2004