Anti-Aging and Lifestyle - gesundes Älterwerden
Sonnabend, 6. Sept. 2003, 10.00 - 15.30 Uhr, Altes Rathaus
Am 6. September fand auf dem Platz vor dem Alten Rathaus in Göttingen zum 8. Mal der Tag der Medizin zum Thema Anti-Aging and Lifestyle - gesundes Älterwerden statt.
Der Traum von ewiger Jugend und langem Leben ist so alt wie die Menschheit. Heute erreichen immer mehr Menschen ein hohes Alter. In den vergangen 120 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Deutschland verdoppelt. Laut statistischem Bundesamt kletterte sie für neugeborene Mädchen von 40 auf 80,6 und für neugeborene Jungen von 37 auf 74,4 Jahre mit steigender Tendenz. Die deutsche Bevölkerung vergreist.
Alle wollen länger leben, aber niemand will alt sein. Dem Jugendwahn verfallen, suchen die Menschen nach Mitteln um im Jetzt zu verharren. Sie vergessen dabei, dass Altern eine Lebensphase darstellt, die auch zu unserem Leben gehört. So nimmt es nicht wunder, dass die Anti-Aging-Medizin boomt wer wünscht sich nicht insgeheim eine Pille gegen das Altern? Die Anti-Aging-Bewegung hat den Zeitgeist getroffen und in den Medien zunehmend Beachtung gefunden. Doch vieles an Ratschlägen und Verheißungen entbehrt einer soliden wissenschaftlichen Basis und ist in manchen Fällen sogar teuer bezahlter und gefährlicher Humbug! Der Tag der Medizin am 6. September 2003 wurde organisiert vom Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen und von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. In einem breit gefächerten Spektrum der Wissenschaften wurden die zahlreichen Empfehlungen der Anti-Aging-Protagonisten beleuchtet. Nicht zuletzt die präventivmedizinischen Aspekte einer gesunden Lebensweise mit viel Bewegung und vernünftiger Ernährung dürften im Hinblick auf das gesunde Älterwerden von zentraler Bedeutung sein.
Zur Tabuisierung und Verschleierung des Altwerdens läßt sich Gertrud von le Fort zitieren: Das Altern ist wie eine Woge im Meer. Wer sich von ihr tragen läßt, treibt obenauf. Wer sich dagegen aufbäumt, geht unter.

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