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Das vegetative Nervensystem untersuchen mit VNS-Analyse

Ein System, bestehend aus zwei Gegenspielern bildet das vegetative Nervensystem (VNS): ein “Antreibernerv” (Sympathicus) und ein “Erholungsnerv” (Parasympathicus). Diese sind unserer bewussten Wahrnehmung nicht direkt zugänglich und entlasten uns von Steuerungsfunktionen, indem sie alle automatisch ablaufenden Vorgänge regeln: Blutgefäßweite, Herz- und Atemfrequenz, Schweiß- und Tränensekretion, Organfunktionen — einfach alles, was uns vital und gesund erhält. Nur im Zustand des „vegetativen Gleichgewichtes“ laufen diese Funktionen in ausgewogenem Verhältnis ab: wir sind gesund.

Das vegetative Nervensystem untersuchen mit VNS-Analyse

Das vegetative Nervensystem untersuchen mit VNS-Analyse

Unter körperlicher und seelischer Überlastung gerät dieses so wichtige System aus dem Gleichgewicht, charakterisiert durch ein überaktives sympathisches und ein hypoaktives parasympathisches System — mit katastrophalen Folgen: der exzessive Energieverbrauch führt zu vorzeitiger Alterung und Krankheit. Es ist unter medizinischen Fachleuten unstrittig, dass auf diesem Wege chronische Erkrankungen, so auch chronische Schmerzen entstehen. Chronischer Schmerz ist immer ein zusammengesetztes Phänomen aus biologisch-organischen und psycho-vegetativen Befunden, was impliziert, dass vor Festlegung einer therapeutischen Strategie eine Gewichtung dieser Komponenten vorgenommen werden muss.

Wenn es nun möglich ist, den Funktionszustand des vegetativen Nervensystems exakt zu erfassen, dann gewinnen wir grundlegende Erkenntnisse über mögliche Ursachen der Erkrankung und werden in die Lage versetzt, anstatt am Symptom am Ursprung der Erkrankung therapeutisch einzugreifen. Mit der VNS-Analyse ist diese Forderung nicht nur in vollem Umfang erfüllt, sondern sie ist darüber hinaus in der Lage, frühzeitig anzuzeigen, ob sich organische Störungen ankündigen, selbst wenn alle Laborparameter und Untersuchungen noch völlig normale Werte liefern. Es lassen sich mit den Ergebnissen Aussagen über den gesamten körperlichen Zustand und mögliche Risikofaktoren treffen, vor allem aber Behandlungsansätze identifizieren.

Die VNS-Analyse gibt wertvolle Aufschlüsse über folgende Fragestellungen:

  • Liegt eine Funktions- und Regulationsstörung im vegetativen Nervensystem vor, die in der Lage ist, den Schmerz aufrechtzuerhalten und zu verstärken?
  • Kann ich durch Therapien, die den Funktionszustand des VNS verbessern, z.B. Neurofeedback oder Biofeedback, Medikamente reduzieren oder ganz weglassen?
  • Besteht eine ausreichende allgemeine Adaptations- und Regulationsfähigkeit als Ressource für die psychophysische Schmerzbewältigung?
  • Gibt es Möglichkeiten der Selbsthilfe, um Ihren Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen?
  • Bestehen Risikofaktoren für eine zusätzliche Herz-Kreislauf-Erkrankung oder andere organische Funktionsstörungen?
  • Verlaufen die Therapien erfolgreich (Therapiekontrolle)?

VNS-Analyse mittels Herzfrequenzvarianzanalyse

Die VNS-Analyse wird ermöglicht durch Aufzeichnung und Beurteilung der Herzrhythmus-Variabilität. Sie misst die Kurz-, Mittel- und Langzeitschwankungen der Herzfrequenz und stellt unstrittig eine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Beurteilung der Funktion und Regulationsfähigkeit des vegetativen Nervensystems dar. Die Analyse erfolgt in Ruhe (im Sitzen), in bekleidetem Zustand, ist schmerz-, risiko- und nebenwirkungsfrei. Dabei werden bei einem Zeitbedarf von nur etwa 7 Minuten 520 Herzaktionen aufgezeichnet und interpretiert.

Dr. Peter TammeDr.med. Dipl.Biol. Peter Tamme
Die Schmerzpraxis
Heinrich-Böll-Str. 34
21335 Lüneburg
www.die-schmerzpraxis.de
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