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Forschung

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen haben ihr Hauptaugenmerk auf Krankheiten gelegt, die für die Gesellschaft von Bedeutung sind. Diese Grundlagenforschung leistet einen wichtigen Beitrag in der klinischen Praxis.  Es geht also um die Erforschung von Krankheiten, die in der modernen Gesellschaft vermehrt auftreten. Herzinfarkt  und Schlaganfall sind beispielsweise solche Erkrankungen, die auf dem Vormarsch sind und für viele Todesfälle in Deutschland sowie anderen Industrienationen verantwortlich sind. Daher konzentriert sich die Humanmedizin der Uni Göttingen unter anderem auf Herz-Kreislaufwissenschaften.

Forschung an der Universität Göttingen

Ein weiterer Schwerpunkt sind die sogenannten Neurowissenschaften bzw. Neurochirurgie. Denn Krankheiten wie beispielsweise Demenz und Alzheimer nehmen immer weiter zu. Gerade Alzheimer entwickelt sich langsam zur Volkskrankheit. Doch bislang steht die Forschung noch ganz am Anfang. Es gibt zwar die These, dass Eiweißablagerungen dafür verantwortlich sind, doch die genaue Ursache für Alzheimer wurde noch nicht entdeckt. Aber auch andere Erkrankungen und Veränderungen des Gehirns stehen auf der Agenda der Göttinger Forscher.

Die Wissenschaftler der Universität Göttingen wollen in Zukunft aber in eine weitere Richtung forschen: Spezielle Krebserkrankungen und ihre individualisierte Therapien sollen in Zukunft ebenfalls ein Schwerpunkt in der Forschung werden. Zwar sterben weitaus mehr Menschen hierzulande an Herz – Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt. Doch circa jeder vierte Todesfall in Deutschland geht auf eine Krebserkrankung zurück. Jedes Jahr erkranken in der Bundesrepublik etwa 450.000 Menschen an Krebs. 219 000 Menschen starben im Jahr 2010 daran. 1,5 Millionen Menschen kämpfen derzeit in Deutschland nach der Diagnose Krebs um ihr Leben. Weitere Informationen über Krankheiten finden Sie in unserem Gesundheitslexikon.

Forschungsschwerpunkte der Uni Göttingen

Das zeigt eindeutig, wie wichtig die Forschung in diesem Bereich ist. Denn obwohl laut Weltgesundheitsorganisation fast acht Millionen Menschen weltweit an Krebs sterben, ist die Ursache immer noch nicht bekannt. Zwar können Forscher und Ärzte bestimmte Risikofaktoren wie Ernährung, Rauchen und genetische Veranlagung benennen, doch die Frage für die Forschung bleibt: Warum laufen Zellen Amok, warum entarten Zellen? Mit mehreren Kooperationspartnern bezieht die Universität Göttingen nach eigenen Angaben in Zukunft auch vermehrt Krebserkrankungen in ihre Forschungsschwerpunkte mit ein.

Durch Kooperationen den Max-Planck-Instituten und dem Deutschen Primatenzentrum sind auch mehrere interdisziplinäre Einrichtungen gegründet worden.  Dazu zählen beispielsweise das European Neuroscience Institute und das Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (GZMB).