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1732 – 1899

Sie ist eine der ältesten Universitäten in Deutschland: die Georg-August-Universität in Göttingen. Ihre Gründung geht bereits auf den Zeitraum um 1732 bis 1734 zurück, endgültig eröffnet wurde sie im Jahr 1737. Schon damals zählte die Universität mit rund 1.000 Studenten zu den größten Einrichtungen ihrer Art in Europa. Zum Wintersemester 2009/2010 waren etwa 24.100 Studierende eingeschrieben, damit ist sie die älteste und die größte Universität in Niedersachsen.

Die Gründung der Universität im Jahr 1732 geht auf eine Initiative der Hannoverschen Landesregierung unter dem damaligen Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg Georg August zurück. Er war als Herzog zu Braunschweig und Lüneburg als Georg II gleichzeitig König von England. Von Anfang an zielte die Konzeption der Universität darauf ab, die Forschungsergebnisse nicht mehr der kirchlichen Zensur zu unterwerfen. Am 14. Oktober 1734 fand die erste Vorlesung in einem ehemaligen Getreideschuppen statt, und die Zahl der Studierenden belief sich bereits im ersten Semester auf 147. Von Beginn an zielte die Uni darauf ab, zahlungskräftige Studenten aus guter Familie anzuziehen. Aus diesem Ansinnen heraus resultierte auch der Aufbau des repräsentativen Wohnhauses mit dem Universitätsreitstall und der Fechthalle. Damit wurden die jungen Studenten schon damals frühzeitig in allem unterrichtet, was man heute als Soft Skills bezeichnet. Am 17. September 1737 wurde die Universität schließlich inauguriert.

Schon wenige Jahre nach der Gründung etablierten sich in den 1740er Jahren erste studentische Orden. Im Jahr 1786 schrieben sich erstmals auch drei Prinzen an der Universität ein, die Söhne des britischen Königs Georg III, der gleichzeitig Kurfürst von Hannover war. Fortan war es bis heute nahezu an der Tagesordnung, berühmte Persönlichkeiten und Adlige an der Universität zu begrüßen.

Im Jahr 1803 wurde Hannover wie ganz Deutschland von den Truppen Napoleons besetzt. Fortan unterstand die Ausbildung der französischen Gendarmerie, was zu einer völlig neuen Ausrichtung unter größter Härte und Gewalt führte. Bis zum Wintersemester 1809 hatten sich die Zahl der Studierenden auf 470 reduziert. Mit dem Ende des Krieges im Jahr 1815 und den zunehmenden Studierendenzahlen kam auch die Idee der Burschenschaft im Jahr 1818 wieder auf. Erst im Jahr 1848 machte die Studentenschaft mit ihren Forderungen an die Frankfurter Nationalversammlung erneut von sich reden. Zum Wintersemester 1866/1867 wurde aus der Georgia Augusta Universität eine preußische Uni.