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Neuer Schönheitstrend: Haartransplantationen

Neuer Schönheitstrend: Haartransplantationen

Neuer Schönheitstrend: Haartransplantationen
Bild: © Antonio Gravante – Fotolia.com

Starker Haarausfall ist ein Problem, dass offiziellen Schätzungen zufolge rund 15 Millionen Deutsche plagt und im Ernstfall sogar eine Glatzenbildung nach sich zieht. Es gibt jedoch die Möglichkeit, per Haartransplantation Abhilfe zu schaffen. Sie gehört zu den neuen Schönheitstrends voller Potenzial.

Der neue Trend der Haartransplantationen

Auf dem Statistik-Portal de.statista.com/umfrage/schoenheits-op-maenner/ ist nachzulesen, dass sich rund zwei Prozent der befragten Männer einer Haartransplantation unterziehen würden, das ergab eine Online-Umfrage der Burda Community Network, VKW-Kosmetikverband und des Playboys. Damit hat es der Eingriff in die Top 5 geschafft.

Statistik: Welcher Art von Schönheits-Op würden Sie sich unterziehen? (Männer) | Statista

Dass es einen Trend hin zum Eingriff gegen die Glatze gibt, hat 2014 die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgen (DGÄPC) festgestellt. In ihrer Jahresstudie veröffentlichte sie, dass die Haartransplantationen mit einem Anteil von 2,1 % es von Platz 16 im Jahr 2013 auf Platz 13 schafften. (Quelle: DGÄPC-Magazin 2014/2015, S. 11)

Dem Haarausfall den Kampf ansagen

Mit dem Alter wird das Haar generell schütterer und brüchiger und fällt in größeren Mengen aus. Das betrifft vor allem die männliche Bevölkerung. Beinahe jeder dritte Bundesbürger, der das Alter von 30 Jahren überschritten hat, ist von diesem medizinischen Phänomen (Androgenetische Alopezie) betroffen. Erst entstehen zunächst die Geheimratsecken und dann bildet sich zunehmend eine Glatze. Ist der Haarausfall mit einer Erkrankung wie beispielsweise einem Problem der Schilddrüse oder mit Eisenmangel verbunden, hilft eine Therapie. Dies ist beim erblich bedingten Haarausfall nicht möglich. Spezielle Shampoos und Hormonpräparate helfen kaum oder gar nicht. Wer auf eine natürliche Haarpracht nicht verzichten will, dem bleibt nur die Option, sich Haare transplantieren zu lassen. Viele Männer erhoffen sich dadurch ein jüngeres und dynamischeres Aussehen und damit verbunden auch bessere Karriere- und Beziehungschancen.

Die Haartransplantation: So funktioniert sie

Die Haartransplantation wird unter einer Lokalanästhesie statt einer Vollnarkose vorgenommen und ist mit relativ wenigen Risiken verbunden. Mehrere Methoden stehen zur Auswahl:

  • Die FUE-Technik umfasst das Transplantieren von einzelnen Haarfollikeln. Sie werden dem Hinterkopf entnommen und müssen vorher speziell präpariert werden. Der komplizierte Prozess mag aufgrund der einzelnen Haarpräparation mehrere Tage dauern wird selten angewendet.
  • Die STRIP-Technik beinhaltet die Transplantation von einem Hautstreifen, der ebenfalls dem Hinterkopf entnommen wird. Erst müssen die Haarwurzeln präpariert werden, dann werden sie mitsamt der Haut an die gewünschte Stelle verpflanzt. Es bleibt eine kleine Narbe zurück.
  • Seit Neuestem arbeiten Forscher daran, aus Stammzellen im Labor neue Haarwurzeln zu gewinnen, die in die Kopfhaut eingepflanzt werden. Diese Methode befindet sich in der Forschungsphase

Gemeinsam ist allen Methoden, dass noch genügend Haare vorhanden sein müssen. Für den ambulanten Eingriff sollte man sich an einen Experten wenden. Hierfür ist es wichtig, dass es sich um einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie handelt. Nur wer diesen Facharzttitel trägt, darf Schönheitsoperationen durchführen. Ein weiterer Hinweis für einen anerkannten Chirurgen sind nationale und internationale Mitgliedschaften, z.B. die DGPRÄC oder die IPRAS, in denen auch Dr. med. Entezami ist – Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in der Klinik am Pelikanplatz in Hannover. Er führt seit Jahren Haartransplantationen mit einer speziellen und schonenden Präparationstechnik durch und berät seine Patienten ausführlich über den Behandlungsvorgang sowie mögliche Nebenwirkungen. Hier geht es zur Klinik von Dr. med. Entezami.

Nach der Schönheitsoperation fallen die Haare, die transplantiert wurden, aus. Danach wachsen neue Haare nach, mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Millimeter innerhalb von drei Tagen. Es dauert also einige Monate, bis das Ergebnis komplett sichtbar ist. Man kann die transplantierten Haare dann wie normal kämmen und färben und sie werden den Rest des Lebens wachsen, ohne je auszufallen. Will man den Haarwuchs weiter verdichten, ist eine erneute Transplantation möglich.

Ein Blick in die Zukunft

Speziell mit den neuen Erkenntnissen aus der Gewinnung und Verpflanzung von Haarwurzeln aus Stammzellen eröffnen sich neue Möglichkeiten. Das wird insbesondere Frauen mit Haarausfall freuen, denn bei ihnen sind für die herkömmlichen zwei Techniken meist nicht ausreichend Haare vorhanden. Mit der Zelltransplantation hingegen würden sich schon bei Zellen aus 100 Haaren zahlreiche Follikel gewinnen lassen. Es gibt jedoch noch viel zu forschen, bis die Haarfollikelzüchtung an Menschen getestet werden kann.