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Private Altersvorsorge für Studenten und Mediziner

Jeder weiß, dass die gesetzliche Rente einmal nicht ausreichen wird, um den finanziellen Status zu halten, der durch eine Berufstätigkeit bedingt ist. Die Einnahmen werden nicht nur sinken, sondern niemand weiß genau, ob es in zwanzig oder dreißig Jahren überhaupt noch eine gesetzliche Altersrente gibt, die über die absolute Mindestsicherung hinaus geht. Die private Altersvorsorge spielt damit eine immer größere Rolle. Dies gilt für Angestellte der verschiedenen Berufe ebenso, wie für niedergelassene Ärzte. Selbst Studenten sollten sich bereits für die Altersvorsorge interessieren.

Private Altersvorsorge für Studenten und Mediziner

Private Altersvorsorge für Studenten und Mediziner

Versicherungspflicht
Freiberufliche Ärzte sind von der Versicherungspflicht befreit, das heißt, sie können sich privat rentenversichern und müssen nichts in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Für Ärzte, die angestellt in einem Krankenhaus arbeiten, gilt das ebenso, wobei sie sich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen können. In der Regel wird das bereits in der Assistenzzeit vorgenommen, so dass die Befreiung von der Versicherungspflicht auch für die Zeit der Anstellung besteht.
Studenten sind versicherungspflichtig, wenn sie über ein eigenes Einkommen verfügen, das 400 Euro im Monat übersteigt oder wenn sie mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Dann wird davon ausgegangen, dass die berufliche Tätigkeit im Vordergrund steht.

Möglichkeiten für die private Altersvorsorge
Verschiedene Versicherungen bieten eine private Altersvorsorge an. Dann wird regelmäßig ein bestimmter Betrag abgeführt, der wird seitens der Versicherung verzinslich angelegt und mit Eintritt des Rentenalters wird die angesparte Summe entweder als monatliche Rente oder als Einmalzahlung an den Versicherten ausgezahlt. Eine Lebensversicherung kann hier ebenfalls zum Zuge kommen. Diese zahlt dann entweder, wenn der Tod vor dem vereinbarten Auszahlungstermin eintritt, oder eben mit Eintritt in das Rentenalter. Hier wird bei Vertragsschluss ein fester Termin zur Auszahlung angegeben.
Die private Altersvorsorge ist für alle, die rentenversicherungspflichtig sind, über die Riester-Rente möglich, Selbstständigen und Freiberuflern und damit auch niedergelassenen Medizinern steht zudem die Rürup-Rente offen. Hier sollte genau abgewägt werden, ob sich eine Einzahlung lohnt. Sollte wider Erwarten der Fall eintreten, dass die jährlichen Beitragszahlungen nicht mehr erbracht werden können, ist es wichtig, den Vertrag nicht zu kündigen. Denn die staatlichen Vergünstigungen (Riester-Rente: Zahlung von Zulagen, Rürup-Rente: Geltendmachung der Beiträge bei den Steuern) müssen dann zurückgezahlt werden. Überdies sind die Kosten, die für die Vertragsbearbeitung fällig wurden, durch den Versicherten zu tragen, so dass weitaus weniger Geld herauskommt, als eingezahlt wurde.