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Ratgeber: Private Krankenversicherung für Studenten

Eine private Krankenversicherung ist im dualen Kassensystem Deutschlands ein Privileg wenn auch nicht immer bezahlbar. Drastische Beitragssteigerungen im zweistelligen Prozentbereich sind keine Ausnahme. Doch gerade junge, gesunde Menschen profitieren von der privaten Krankenversicherung durch geringe Beiträge und gute Leistungen.

Ratgeber: Private Krankenversicherung für Studenten

Ratgeber: Private Krankenversicherung für Studenten

Doch wie verhält sich dies bei Studenten? Diese sind in der Regel bis zum 25. Lebensjahr über die Eltern in der gesetzlichen Krankenkasse versichert. In dieser Zeit wäre es also wenig sinnvoll, für Versicherungsschutz aufzukommen, wenn man beispielswiese von BAföG leben muss.

Wer ein duales Studium antritt oder ein regelmäßiges Nebeneinkommen in ausreichender Höhe einfährt, sollte nachrechnen, ob sich die Private Krankenversicherung für Studenten lohnen würde. Grundsätzlich berechnet sich die Beitragssumme in der Gesetzlichen Krankenversicherung aus 15,5% vom Bruttoeinkommen – bei der Privaten Krankenversicherung nach Alter, Geschlecht und Gesundheit.

Wer jung und gesund ist, kann also geringere Beiträge bei besserer Versicherungsleistung ergattern. Nach dem Studium ist die Wahl der Versicherung eine Gretchenfrage: Wer selbstständig arbeitet, hat gar keine andere Wahl als sich privat zu versichern, Angestellte können ab einem Einkommen über 4237,50€ im Monat. Aber auch dann sollte ein Wechsel in die PKV wohl überlegt sein.

Denn gerade junge Menschen werden mit besonders günstigen Tarifen angelockt – diese sind selten krank und kosten der Versicherung kaum Geld. Klar, dass sich die gewinnorientierten Unternehmen auf diese profitable Klientel stürzen. Ältere Versicherte bleiben dann in Tarifen, die regelrecht „vergreisen“, was eine Kostenexplosion der Beiträge im Alter zur Folge hat.

Die einzige Möglichkeit ist hierbei der Wechsel der Tarife oder gar der Versicherung, was mit der Altersrückstellung gut klappt, die oft in Tarife einer neuen Versicherung mitnehmbar sind. Diese ist eine Art Absicherung für steigende Beiträge im Alter.

Abschließend lässt sich nicht vollständig klären, ob sich eine PKV oder GKV für einen Studenten lohnt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte von Anfang an die gesetzliche Versicherung in Betracht ziehen. Hierbei werden nicht immer die günstigsten Beiträge erzielt und die Versicherungsleistung ist nicht die beste.

Wer sich privat versichert, sollte allerdings die Risiken für die besseren Leistungen in Kauf nehmen. Anfangs lässt es sich vortrefflich sparen, im Alter werden hohe Beiträge fällig. Wer dann noch in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln will, muss beispielsweise in seinem Einkommen unter die Pflichtgrenze fallen – nur möglich durch weniger Arbeitsstunden oder anderweitige Abkommen mit dem Chef.

Selbständig arbeitende Menschen müssen nach dem Studium so oder so in den „sauren Apfel beißen“, wobei man auch dies relativ sehen kann. Mit einer Altersrückstellung lässt sich die Kostenfalle etwas ausbremsen und ein mündiger Kunde sollte Tarifwechsel vornehmen, sobald sie nötig werden.