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Röntgen: Ein revolutionärer Durchbruch

Geschichte der Entdeckung von „X- Strahlen“

Wilhelm Conrad Röntgen, ein bekannter Physikprofessor des 18 Jahrhunderts, entdeckte am 8. November, durch seine umfangreiche Forschung auf dem Gebiet der Kathodenstrahlung, eine „neue Art von Strahlung“. Er selbst bezeichnete diese als „X- Strahlen, später wurde sie nach ihm benannt. Seine Entdeckung revolutionierte die medizinische Diagnostik. Von Carl Heinrich Florenz Müller, auch bekannt als „Röntgenmüller“, konnte daraufhin, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Ärzten, die erste wassergekühlte Anode entworfen werden.

Röntgen: Ein revolutionärer Durchbruch

Röntgen: Ein revolutionärer Durchbruch
Bild: Flickr.com BY © Muffet

Verwendung im medizinischen Bereich

Ursprünglich wurden in der Medizin Röntgenaufnahmen zur Diagnose von Knochenbrüchen gemacht, doch heute bieten die Röntgenstrahlungen auch andere Möglichkeiten. Durch die Injektion eines jod- oder bariumhaltigen Kontrastmittels, können auch Organe, wie die Nieren oder die Speiseröhre, aufs Genauste untersucht werden. Die Röntgenstrahlung wird in jedem Fall so gering wie möglich gehalten, kann jedoch trotzdem potenziell schädlich sein. Auf Grund dessen muss der Patient einen Strahlenschutz anlegen Unkontrolliert austretende Strahlung, wird durch einen, im Nebenraum stehenden und von dort aus bedienten Apparaten und dauerhafte Beobachtung des Patienten während der Bestrahlung, vermieden.

Im Folgenden werden drei verschiedene Arten der Röntgenuntersuchung dargestellt.

1) Die Röntgenaufnahme

Bei einer normalen Röntgenaufnahme, wird der entsprechende Körperteil des Menschen durch einen Röntgenstrahler für einige Millisekunden mit Röntgenstrahlung durchleuchtet. Die Intensität der Strahlung wird dabei durch verschiedenes Körpergewebe abgeschwächt. Das dabei entstehende Bild, wird anschließend auf Filmmaterial, Phosphorplatten, einem digitalen Speichermedium oder Folien sichtbar. Diese Materialien erfordert eine spezielle Entsorgung wie hier zu sehen http://papershred.de/pages/leistungen/roentgenfilme.php.

2) Die Röntgendurchleuchtung

Bei einer Röntgendurchleuchtung können Bewegungsvorgänge im Körper untersucht werden. Hierbei durchleuchten schwach dosierte Strahlen den Körper. Diese erzeugen, durch einen elektronischen Bildverstärker und einen daran angeschlossenen Fernsehmonitor, die bildliche Darstellung von beispielsweise Arterien oder Schlagadern. 

3) Die Computertomographie

Eine der neusten Entwicklungen im Bereich der Röntgenstrahlung, ist die Computertomographie, kurz CT genannt. Durch sie können beispielsweise schwere Kopfverletzungen genauer diagnostiziert werden. Der Computer empfängt durch die Röntgenstrahlung zahlreiche Querschnitts- und Schichtbilder eines Organs, dass eine genauere Betrachtung dessen ermöglicht. Sowohl für die Röntgendurchleuchtung des Körpers, als auch für die CT werden Kontrastmittel verwendet, um eine perfekte Darstellung zu gewährleisten. Bei einer CT ist die erforderliche Dosierung dafür wesentlich höher, sie ist auf Grund dessen jedoch auch die effektivste Untersuchungsmöglichkeit von allen. In Deutschland liegt die durchschnittliche, jährliche Anzahl an Röntgenuntersuchungen bei 1,6 Mal pro Bundesbürger. Ein drittel davon fällt auf die Röntgendiagnostik in Zahnarztpraxen. Die Anzahl der Computertomographien steigt stetig an.

Röntgenstrahlung als Behandlung

In manchen Fällen werden Röntgenstrahlungen nicht zur Untersuchung, sondern zur Behandlung benutzt. Diese werden durch die angegebenen Vorgaben der Röntgenverordnung zur Untersuchung mit Röntgenstrahlung, aber auch durch eine, von einem Facharzt oder einem Medizinphysik- Experten festgelegten und überprüften Behandlungsplan bestimmt. Letzterer wird dabei exakt auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten. 

Verwendung von Röntgenstrahlen in anderen Bereichen

Das Röntgen wird heut zu Tage auch auf anderen sowohl wissenschaftlichen als auch praktischen Gebieten benutzt. In der Archäologie dient es dazu einbandagierte Mumien oder antike Waffen und ähnliches zu durchleuchten oder den Inhalt von Truhen vor deren Öffnung festzustellen.

In der Astrologie gelang 2003 ein Durchbruch durch das erfolgreiche Röntgen der Gashülle des Saturnmondes Titan. Auch kann die Form und Masse bestimmte Himmelskörper, die Röntgenpulsare Röntgenstrahlung aussenden, berechnet werden.

In der Geologie und Mineralogie unterstützt die Röntgenfluoreszenz- Analyse die Wissenschaft bei der Bestimmung und Untersuchung bestimmter Gesteinsproben.

Die, von Kurt Wehlte gegründete Röntgenbildstelle für Gemäldeuntersuchung in Berlin, arbeitet mit der Röntgentechnik zum Untersuchen verschiedener Schichten eines Bildaufbaus.

Auch bei modernen Sicherheitschecks an Flughäfen oder in manchen Museen, wird beim Scannen die Röntgenstrahlung zum Durchleuchten von Hohlräumen oder Menschen verwendet.