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Viagra: Ein Fall für Generika?

Für Humanmediziner ist es eine Erkrankung wie viele andere auch, für die Betroffenen ist es allerdings ein unangenehmes Thema: Über Potenzstörungen spricht Mann verständlicherweise nicht gerne. Doch dank Viagra und Co. können die Beschwerden heute recht wirkungsvoll behandelt werden. Seit rund 15 Jahren ist Viagra nun am Markt, es ist in Deutschland ein verschreibungspflichtiges Medikament, und der Preis ist mit rund 13 Euro pro Pille immens. Doch nun fällt das Patent für Viagra, wie nicht nur die Zeitschrift Main Spitze online vor kurzem berichtete. Wird Viagra damit ein Fall für den heiß umkämpften Generika-Markt?

Viagra: Ein Fall für Generika?

Viagra: Ein Fall für Generika?

Tatsächlich sind Generika deutlich günstiger bei vergleichbarer Wirksamkeit, denn ist das Patent für ein erprobtes Mittel erst einmal erloschen, können die Pharmaproduzenten ähnliche Medikamente auf den Markt bringen, die aber deutlich günstiger sind. Schließlich entfallen hier die gesamten Kosten für Forschung und Entwicklung, die für die Konkurrenz bei der ursprünglichen Entwicklung noch angefallen sind. Man darf also gespannt sein, wie sich der Preiskampf um das erprobte Potenzmittel in Zukunft gestalten wird. In Anbetracht der hohen Kosten einer einzigen Pille dürften die Verbraucher durchaus an günstigeren Varianten interessiert sein.

Für Humanmediziner gilt es, den medizinischen Aspekt zu beobachten. Welche vergleichbaren Mittel kommen auf den Markt, und wie ist der Preis? Das gilt es, in den nächsten Monaten herauszufinden, denn in Anbetracht der Kostensituation für Patienten und für die Krankenkassen kann ein deutlich günstigeres Mittel durchaus im Interesse aller sein. Fast scheint es, als sollte der Preiskampf um Viagra-Generika endgültig eröffnet sein.