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Hygiene – nicht nur eine Frage der Sauberkeit

Speziell in der westlichen Hemisphäre herrscht die Überzeugung vor, dass Epidemien wie die im Februar ausgebrochene Ebola-Epidemie, hier nicht vorkommen können. Dies ist vor allem den hohen Hygiene-Standards zu verdanken, wie sie in Europa und den USA vorgeschrieben sind.

Hygiene – nicht nur eine Frage der Sauberkeit

Hygiene – nicht nur eine Frage der Sauberkeit

Je mehr Menschen desto wichtiger

Krankheitserreger können prinzipiell überall auftreten. Als wahre Brutstätten gelten Orte, die von vielen Menschen in kurzer Zeit frequentiert werden, wie etwa öffentliche Verkehrsmittel, aber auch Arztpraxen oder medizinische Behandlungsräume. Denn hier treffen Menschen mit völlig unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen auf einander. Weil das Immunsystem ohnehin kranker Menschen in der Regel geschwächt ist, sind diese meist auch besonders anfällig für zusätzliche Erreger. Dass die Patienten die Praxis oder die Klinik kränker verlassen, lässt sich jedoch mit ordnungsgemäß durchgeführten Hygienemaßnahmen mit den passenden Desinfektionsmitteln sehr gut vermeiden. Dadurch werden neben Viren auch bakterielle Keime und Pilze abgetötet. Wichtig sind diese Maßnahmen nicht nur in medizinischen Behandlungsräumen der Arztpraxen und Kliniken, sondern auch in den Labors der Apotheken, wo die verschiedenen Heilmittel entstehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Medikamente nicht durch schädliche Keime verunreinigt werden.

Desinfektionsmittel richtig anwenden

Im medizinischen Bereich unterscheidet man nach Art der Desinfektion. So sollte es für jedes medizinische Personal und jeden Arzt selbstverständlich sein, nach jeder Untersuchung die Hände zu waschen und statt der Seife ein Desinfektionsmittel zu verwenden. Fußböden und sonstige Flächen, etwa Liegen, müssen darüber hinaus ebenfalls ein- bis mehrmals täglich gereinigt und desinfiziert werden. Und natürlich darf die Desinfektion der Instrumente, die für eine Untersuchung verwendet wurden, nicht fehlen. Aus Kostengründen werden in Arztpraxen und sonstigen medizinischen Einrichtungen gern Konzentrate verwendet. Damit diese ihre optimale Wirkung entfalten können muss auf die richtige Konzentration von Desinfektionsmittel Konzentraten geachtet werden, die der Anwender vom Hersteller genannt bekommt.

Hygiene als Selbstschutz

Händewaschen und Desinfektion schützt aber nicht nur die Patienten. Denn auch das medizinische Personal profitiert davon und erhält seine Gesundheit, wenn beim regelmäßigen Händewaschen Desinfektionsmittel benutzt werden. Dies bestätigt eine Untersuchung der Universität Greifswald, an welcher 129 Mitarbeiter verschiedener Behörden teilnahmen. Die Hälfte der Behördenmitarbeiter erhielt ein Jahr lang Desinfektionsmittel, mit dem mindestens fünfmal pro Tag die Hände gewaschen werden mussten. Wer dies nach Kundenkontakt, nach dem Gang zur Toilette und vor dem Essen regelmäßig machte, erkrankte wesentlich seltener an einer Erkältung oder an Durchfall. Insgesamt sank die Zahl der Krankentage bei dieser Gruppe um 90 Prozent, so das Ergebnis der Untersuchung.

Und die Desinfektion der Kleidung?

Da man Kleidung nur bedingt ständig in Desinfektion tauchen kann, ist die Wahl der richtigen Berufskleidung gerade im medizinischen Bereich von großer Bedeutung. Das Hauptaugenmerk liegt hier darauf, dass die Kleidungsstücke bei sehr hohen Temperaturen „ausgekocht“ werden können, wodurch Keime bestmöglich abgetötet werden.